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Gesellschaft

übergeordnete Ausführungen zu Gesellschaft

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Gesellschaft

 

 

 

 

 

 

 

 

weitergehende
Ausführungen zu
Gesellschaft

Sozialismus?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

16.12.18 / 19.02.18 / 18.08.17 / 22.01.17 / ... / 18.01.03

Gesellschaft, Definition

Alle Menschen? Einige Menschen? Ein Mensch? Letzteres nicht. Wie viele Menschen wird offen bleiben.

Nach GABLER WIRTSCHAFTSLEXIKON, 14. Auflage, Wiesbaden 1997, hochtrabend: Gesellschaft ist ein soziales Gebilde ... Wissen wir es jetzt? Sozialisten vielleicht; Liberale noch lange nicht.

Liberale starten stets mit dem Einzelnen; das macht Sinn, auch hier. Dieser “jede Einzelne” hat nämlich seit seiner Geburt gelernt, kann sich dem gar nicht entziehen. Mal lernt der Einzelne mehr, mal lernt der Einzelne weniger. Unbedingt unentwegt. Was, Komplexes, lernt, also weiß, der Einzelne:

  1. Andere Einzelne zu identifizieren (biologisch verdrahteter - geerbter - Instinkt).
  2. Sprechen, Lesen, Mathematik, Schreiben, Singen; jeweils gut oder schlecht (Kulturtechniken).
  3. die Sonne wärmt, der Schnee ist kalt, die Herdplatte kann sehr heiß werden, Wasser macht nass und ist gut gegen Durst, abends geht man schlafen, in Afrika gibt es gefährliche Tiere... Einiges hat der Einzelne nur gehört; einiges hat er erfahren, einmal oder oft; einiges ist präsent, anderes geht und kommt wieder, mal früher, mal später, deutlich oder weniger deutlich (Erfahrungen).
  4. Menschen “erinnern” früheres Geschehen, speichern Dokumente. Auch Geschichte ist Erfahrungswissen.
  5. in Deutschland gibt es 82 Mio Menschen, Europa ist ein Kontinent, die Hauptstadt der EU ist Brüssel, vor 2017 Jahren wurde Jesus Christus geboren, der Mond kreist um die Erde. Einige meinen, in Deutschland gibt es nur 80 Millionen, andere dass nur 60 Millionen. Viele sagen es gibt keine Hauptstadt der EU. In erster Näherung gilt F=m*a. Lichtgeschwindigkeit könne nicht übertroffen werden. Kausalität im Mikrokosmos ist unbekannt. Viele “Geisteswissenschaftler” meinen, Gesellschaft ließe sich entwerfen (Fakten).
  6. Lügen ist verwerflich, Stehlen ist verboten. Wer gut lügt oder stiehlt, wird nicht immer erwischt. Wie gut muss man sein? Das hängt davon ab, wie schlau und/oder wachsam die Anderen sind; so ähnlich “ist das” mit der Gewinnchance im Wettbewerb. Wer Qualität liefert, verdient mehr ( Recht, Moral und Ethik).
  7. Die meisten kennen ihre Eltern. Die Eltern lehren übrigens was gut und was böse ist, welche Tischmanieren gelten, was Höflichkeit ist. Viele Eltern mögen klassische Musik und genau deswegen lernen die Jungen Musik und Vita von Popstars. Antilernen? Seltsam? (Werte ).
  8. In der Schule gibt es oft einen Kinderchor; im Chor wird gemeinsam und vielstimmig gesungen. In der Schule oder im Sportverein wird Fußball, Völkerball, Theater gespielt. Die beste Mannschaft wird gelobt (Soziale Kompetenz).
  9. Kann die Frau den Herrn, der Mann das Weib “erobern”? Das hängt davon ab, ob er bzw. sie will. Die Sache wird unter Wettbewerbsbedingungen recht kompliziert. Es stellt sich oft die Frage, ob angesichts konkreter Wettbewerbslage, also im Einzelfall, die Mühe lohnt ( Einzelner in der Gesellschaft).
  10. Wer öfters “erobert”, weiß, wie es geht. Und der Arzt weiß, wie zu operieren ist; der Ingenieur, wie die Anlage zu fahren ist; der korrupte Politiker, wie man reicher wird, fast alle wissen, wie man Auto fährt. Bereits nach “2.” ist gewusst, wie man liest, spricht, rechnet, schreibt (Prozeduren, Verfahrenswissen).

Über die Frage ob etwa “Lesen” unter Kulturtechnik oder Verfahrenswissen zu klassifizieren ist, kann, muss aber nicht gestritten werden. Eben so wenig, ob “gefährliche afrikanische Tiere” Erfahrungs- oder Faktenwissen ist. Die zehn o.a. Wissensklassen überschneiden sich,  gehen ineinander über. Jedenfalls lernen Menschen lebenslang; übrigens ohne, dass
“die Politik” solche Notwendigkeit verkündet. Es gibt im Februar 2018 ca. 175.000.000 Datenträger zu “Sprache” oder 13.200.000 Datenträger zu “Erkenntnis”, je eine große Fülle an Information.

Es wird weitergehend klar, dass der Einzelne kaum Überblick über sein eigenes Wissen hat, also erst recht wenig Kenntnis über das Wissen Anderer. Auch ein Kollektiv muss sich damit begnügen, nur partielle Kenntnis über das Wissen eines Einzelnen zu erlangen (Prüfungskommissionen, Psychiatrie, Richter u. Anwälte über Straftäter oder Wählerschaft).

Die Abgrenzung von Instinkt (“verdrahtetes” “Wissen”?) und gelerntem Wissen ist eindeutig vermutlich nicht möglich.

Weitergehendes sprengt den Rahmen dieser Ausführungen. Es kommt lediglich darauf an, bereits hier hervor zu heben, dass im Einzelnen gespeichertes Wissen komplex, zeitabhängig und inter-individuell (nur) teilweise identisch ist.

Die folgende, relativ einfach formulierte Aussage hat, demzufolge, weitgehende Folgen: :

Menschen mit zunehmendem oder abnehmendem, auf jeden Fall qualitativ und quantitativ unterschiedlichem Wissen ausgestattet, leben gleichzeitig, treten in Beziehung und erlangen (nur) dadurch (i.S. von deswegen) interindividuell gemeinsames Wissen. Es gibt folglich

Das gesellschaftliche Daten-Netz

“In-Beziehung-Treten” ist ein Prozess, überwiegender Teil menschlichen Verhaltens .Das konkrete Verhalten des Individuums beruht auf seinem Wissen. Anderes (zusätzliches) Wissen bewirkt anderes Verhalten; Verhalten ist dem zu Folge Konsequenz / Ausdruck von Wissen.

(Hohe) Homogenität der Individuen gar der Weltgesellschaft (zunächst unkritisch, aber folgerichtig wie sich noch ergeben wird) unterstellt, rücken Wissen und Unwissen in das Zentrum der Soziologie, eine Wissenschaft, die ihr Sujet definieren muss. Das Gewicht des (unterschiedlich intensiven bzw. umfänglichen) Wissens muss - im Vergleich zur biologisch- organischen Hülle des Individuums - überwältigend, gar nahe 100% bei der Konfiguration der (soziologisch orientierten) Definition des Begriffes “Gesellschaft” wiegen.

Überwiegend im Ablauf von Zeit “j” ist die Vereinigung gelernten Wissen aller “n” Individuen “i” als Sockel und Voraussetzung für eine Gesellschaft so veranschaulicht werden:

SGj = (Ii Wi,j)

Wissen die Individuen nichts von einander, besteht eine Gesellschaft nicht. Die Individuen handeln u.a. mit der Folge, dass dadurch Beziehungen und - durch lernen - gemeinsames Wissen entstehen, also durch interindividuelle Schnittmenge jede (auch Teil-) Gesellschaft erst (!) konstituiert wird:

KGj = ∩ (IiWi,j)

Zum gemeinsamen Wissen, d.h., der inter-individuellen Wissens-Schnittmenge gehören neben den o.a. 10 Wissens-Klassen diese:

  • Das Wissen über die bestehenden Beziehungen, etwa auch über den sozialen Rang oder Rolle der (einzelnen) Individuen
  • Das Wissen über die statistisch verteilten Merkmale der biologisch-organischen Hülle über die Gesamtheit “n” der Individuen.
  • Das dokumentierte Wissen, sobald in das Bewusstsein von Individuen (durch lernen) übertragen.

Ergänzend lohnt zu erwähnen, dass geringe KG etwa im gemeinsamen Staat der betrachteten Menge von Individuen Probleme erzeugt, wobei KG < SG nicht zu vermeiden ist. Rolle und Umfang von Herrschaftswissen lassen sich vor dem Hintergrund dieser Verhältnisse besser erklären.

Aus den beiden vorstehenden Beziehungen folgt sonst zunächst nichts. Wenn beim Einsatz des Wortes Gesellschaft oder bei Überlegungen zu sozialen, politischen, usw. Prozessen diese Formalismen präsent sind, ergeben sich aufschlussreiche weitergehende Einsichten. Vor allem die irreführende grammatikalische Personalisierung, regelmäßig folgenschwerer Kategorienfehler, (ua.) des Wortes Gesellschaft wird als absurdes Verhalten der Kommunikation besser bewusst.

 

Zusammenfassung:

  1. (Gelerntes) gemeinsames Wissen konstituiert (die, eine) Gesellschaft.
  2. Erst die ausreichende Schnittmenge (“Schwelle”) interpersonellen Wissens vermeidet gesellschaftliche Spaltung.
  3. Hat eine bestimmte Menge “n” der Individuen weniger als die ausreichende Schnittmenge (“Schwelle”) - etwa keines - interpersonell gemeinsames Wissen, gehören sie nicht zur gleichen Gesellschaft
  4. Lernen oder vergessen die Individuen, ändert sich Gesellschaft entsprechend.

Werden etwa im Rahmen der politischen Aktivität daraus die vernünftigen Konzequenzen gezogen? Was ist hierzu überhaupt möglich?
 

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