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2. Quartal 2022

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4. Q 2022

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2023

27.01.23

WW Putin hautnah

Es gibt auf Deutsch ein Film-Potpourri mit Äußerungen von WW Putin, das der Regierung in Moskau vermutlich geeignet erscheint, im Westen den schlechten Ruf von WW Putin gründlich zu überwinden. Ob die eingetragenen Kommentare echt sind, müsste geprüft werden. Im Lauf der 35 Minuten des Films baut sich - zugegeben - eine gewissene Beklemmung auf, die sich nach wenigen Minuten des Nachdenkens restlos verflüchtigt.

Fazit: Showmaster, durchaus intelligent, müsste besser rechnen können, blendet  das Wesentliche der russischen Geschichte aus. Poker-Face gerne, aber nicht um durchaus abenteuerliche Verschwörungstheorien zu camouflieren.

Das Bild des WW Putin: Das von WW Putin gelieferte Bild ist komplex und in sich fast frei von Widersprüchen. Das Bild wird zunächst erschüttert durch Auslassungen: Etwa die Vorgänge von 2014 (Krim, Donbass), die eingefleischte russische Gewaltherrschaft als Konsequenz der Mongolen- Herrschaft, der russische Imperialismus seit 1815. Das Bild des WW Putin beruht auf den Prämissen, die sein verschwörungstheoretisches Geflecht setzt. Das umfassende Weltbild wirkt gebildet, enthält teilweise akzeptable Ansichten, vereinfacht jedoch unzulässig. Der Winkeladvokat wird sichtbar. Der Versuch Fragwürdigkeit durch Impetus zu ersetzen, gelingt WW Putin nicht. Den “russischen Einkreisungskomplex” ab Ende des 19. Jahrunderts vollkommen auszublenden, erweist sich als besonders schwerer Fehler seiner Ausführungen. Jahre davor hatte sich das Zarenreich große Teile Asiens einverleibt, die Völker in den eroberten Räumen unterdrückt und zwangsweise russifiziert, Wovor hatte die russische Regierung solche Ängste? Der oft besprochene Nationalismus des WW Putin wirkt eher aufgesetzt und wie Vorwand für sein Verhalten,d.h., “seine Politik”, die mit Aplomb, belerend, zornig bis drohend, Poker-Face und Empathie für das Volk vorgetragen wird.

Der Rechenkünstler: Mächtige Menschen besitzen ein Kalkül für die (ihre) Grenzen von weiterem Machtzuwachs. Bezüglich der Aggression gegen die Ukraine hat sich Putin wider seinen Glauben eigener Stärke (1) nun gründlich verrechnet. Hierbei erschüttert, dass WW Putin die “Leistungsfähigkeit” der russischen Verwaltung und des russischen Militärs, so wie die Stimmung in der Ukraine derart fehlerhaft eingeschätzt hat. Sein Image von Kompetenz und realer Fähigkeit bekommt schwere Risse; nicht jedoch die Fähigkeit, die Show abzuziehen.

Herkömmliche “Regierungskunst” : Bekanntlich haben im Westen wichtige Leute WW Putin vor 2022 nicht durchschaut. Das Gleiche ist der Putin-Entourage, russischer Mentalität und Regierungspraxis fgeschuldet seit 1999 passiert. Der Westen reagiert mit horrenden Kosten. Für die Entourage ist es längst zu spät: Gerassimow (degradiert, wirkt wie vertrottelt), Schoigu (naiver Junge aus der Nachbarschaft als Soldat verkleidet), Surowikin (Jan’23 “was soll ich noch tun?”), Patruschew (hält geistig hochwertige Vorträge vor feiner Gesellschaft), Medwedew und alle sonst (eher Lakaien) fallen allesamt als Faktoren aus.

Das KO: Welche Pflicht haben die Bürger der Ukraine ab 1991, die Bürger der Russischen Föderation als Brüder zu akzeptieren? Weil die Wettbewerbsfähigkeit des imperialen  Gesamtstaates gestärkt wird od. weil ausgerechnet WW Putin das will? Und falls es dennoch nicht klappt, militärische Strafexpedition mit derzeit bereits mehr als 100.00 getötem russischem Militär plus massive Kriegsverbrechen? Der Hohe Herr sollte in Brüssel ein Studium der Zivilisiertheit absolvieren. Wird er Langzeitstudent? Der weil lecken sich die Chinesen bei Blick auf Landkarte wegen der Mandschurei die Finger.

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(1) Putin dere in seiner Machfülle vermutlich nach Georgien (2008) und Krim/Donbass (2014) gemeint hat “kann ich mir - doch nebean - Leisten. Geburtsstunde von “Spezialoperation” statt “Krieg”
 

19.01.23

Wunschdenken des WW Putin

Internationale Russofobie? Hätte er gerne, um von seiner mangelhaften politischen Leistung seit 1999 abzulenken. Realität: Putinofobie ist zu Russofobie antagonistisch.
 

15.01.23

Personalpolitik von WW Putin? Überflüssiges Gewäsch.

Das Einzige, was interessierrt, ist die Ankündigung vom Rückzug des russischen Miliärs aus der Ukraine und wann er das Sterben russischer und ukrainiscer Bürger stoppen will.

Derzeit fehlen dazu die Signale. Deshalb erscheint geboten, das Wort vom “Abschaum” in Zusammenhang mit den Primitivlingen im Kreml und Umgebung bereit zu stellen.
 

15.01.22

Putin und seine Feiglinge in warmen moskauer Büros

Sie wissen, dass aus westlicher Sicht es in der Russischen Föderation zu viele Eisenbahn- Brücke und zu viele intakte Flugpätze gibt. Also veranlasst Putin das Militär, den Mord an ukrainischen Zivilisten von Belarus ausgehend durchzuführen. Hast’e Worte? Nein, wozu?
 

10.01.23

Die Märchen-Erzähler des Kreml

Nun hat auch Nikolai Patruschew den Rang des Märchenerzählers erreicht: Die Russische Föderation kämpfe nicht gegen die Ukraine (Moskau gegen Kiew) sondern gegen die NATO:

  • Was für Wichtigtuer:
     
    • Als ob die NATO auch nur eine Patrone gegen ein verkommenes Regimes wie das von Putin/Patruschew zu investieren bereit ist.
    • Gegen die NATO (1.000.000.0000 Einwohner) zu verlieren, ist aus Sicht der herrschenden Schergen, wohl ehrenvoller als gegen die Ukraine (40.000.000 Einwohner). Nicht nur Wichtigtuer, sogar Angeber.
       
  • Der Westen liefert Waffen - zum großen Teil unengeltlich - zum einen aus Symphatie an die Ukraine, weil das Land von einem Terror-Unrechtsstaat, d.h., der Russischen Föderation, verbrecherisch angegriffen wird. Zum Anderen hat die Ukraine um Kriegsgerät zur Verteidigung gegen die vom Kreml befohlenen Horden nachgesucht. Und sie brauchen davon noch eine ganze Menge. Soll die ukrainische Regierung auf den Bezug von Kriegsmaterial verzichten, weil Übergeschnappte in den gut geheizten Büros in Moskau ihrer geopoliischen Phantasien frönen?
  • In der Tat haben Regierungen ex Moskau seit 1815 permanent den internationalen Frieden gestört, außenpolitisch gestänktert. Es wäre in der Tat vollkommen akzeptabel, gar geboten, mit dem Moskauer Regierung - so wie es den NAZIS erging - die tabula rasa zu veranstalten. Das würde jedoch Tote im Westen verursachen. Allerdings ist die tabula rasa gar nicht nötig, denn das derzeitge Regime mit Sitz in Moskau ist dermaßen verkommen, dass es früher oder später eh zusammenbrechen wird. Frage ist lediglich wie lange außerden den Menschen in Almaty und MInsk, die Bürger aus Jekaterinburg, Nowosibirsk und St. Petersburg sich die Unterdrückung ex Moskau noch gefallen lassen wollen oder China bezüglich Mandschurei die aktualisierte Rechnung nicht präsentiert. Im gesamten russischen Sprachraum gibt es genügend Menschen, die sich als europäische Kulturnation definieren und das obendrein neureiche Getue aus Moskau nicht ad aeternum akzeptieren werden.

Also: Ukraine bis zur Vertreibung des russischen Militärs mit Kriegsgerät versorgen, entsprechende Minderung des Wohlstandes in Kauf nehmen, so weit vermeidbar und nicht unbedingt nötig auf Provokation der Irren in Moskau verzichten. An sonsten abwarten und Tee trinken. Das Terror-Regimewird sich alleine totlaufen.
 

06.01.23

Glaube versetzt Berge, Mystik fördert Irrationalität

Im moskau-zentrierten, d.h., staatlich verfassten russischem Sprachraum werden politische Führungskräfte aus dem Kreis gläubiger und mystischer Russen rekrutiert. Es muss Konzediert werden, dass diese Sozialisation nicht auf verwerflicher Absicht fußt. Sie hat sich seit der Herrschaft der Mongolen wohl unbedacht, sozusagen automatisch ergeben und wurde durch singuläre (politische) Resultate besonders nach 1815 positiv verstärkt. Im Rahmen des Zeitgeistes von Romantik und Nationalismus entstand weitergehend im Lauf des 19. Jahrhunderts der politische Panslawismus (1). Ab 1900 geriet das Zarenreich, später die UdSSR besonders endogen in Fährnisse, die nach 2000 den Gipfel der chronischen Russland-Krise dieser Tage herbeiführten. WW Putin räumt dem Glauben an und der Mystik des Russentum(s) eine Priorität ein, die de internen Verfall durch aggressive Außenpolitik zu kompensieren sucht. Anders ausgedrückt ist u.a. der militärische Überfall der Ukraine am 24.02.22 Ausdruck der seit Jahrhunderten eingetretenen eklektischen Staatlichkeit in dem entsprechenden eurasischen Grorßaum. Der am 31.12.91 vollzogene Untergang der UdSSR wird von WW Putin als “geopolitische Tragödie” (2) bezeichnet. Zu dem Gefühl von WW Putin und vermutlich vieler Russen erübrigt sich naheliegend jeder Kommentar.

Gibt es das Recht der Menschen der Russischen Föderation von den Menschen der Ukraine den Glauben an und das gleiche mystische Verhältnis zum Russentum zu verlangen? Die Menschen der Ukraine haben eine solche Pflicht nicht. Es fragt sich also weitergehend, ob sich die Bürger der Ukraine den militärischen Überfall der Russischen Föderation gefallen lassen müssen. Schon ein Kondensat heutiger Menschenrechte und der immerwährende Wunsch nach Frieden begründen, unter den gegebenen Umständen, das uneingeschränkte Recht zur Verteidigung - vor allem die Beschaffung jeder Art von Kriegsgerät zur erfolgreichen Abwehr des widerlichen Angriffs von wem auch immer.

Es sei denn, WW Putin wäre ein geistig umnachteter Mensch, muss er das Vorstehende nicht nur verstehen, sondern vor allem auch einsehen. Kein Mensch kann berechtigt sein, eigenes Denken als Handeln von jeglichem Anderen zu verlangen (3). Die wirren Aussagen mit denen die Vertreter der Russischen Föderation das Geschehen um den militärischen Überfall der Ukraine erklären und kommentieren, sind zumindest Indiz, gar Beleg für die gebotenen (aber nicht geäußerten) Einsichten von WW Putin zur Völkerrechtslage. Um so verwerflicher sein Handeln, das die Qualifizierung des “Putin-Systems” als Terror-Regime rechtfertigt.

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(1) nicht anders als der deutsche Nationalismus von Romantik getragen wurde.
(2) schlechter Euphemismus für die Russland-Krise,
(3) Ausgenommen freiwillige Vereinbarungen zwischen ggf. streitigen Parteien.
 

03.01.22

Folter im Staatsauftrag

Wann wurde die Ausbildungskapazität der Nationalen Akademie für Foltertechnologie zuletzt ausgebaut?
 

02.01.22

Tötungen im Staatsauftrag.

Die Liste inzwischen lang. Mehrere Anschläge auf das Leben in UK, davon einer erfolgreich. Der Täter des Tiergarten-Mordes wurde in Deutschland verurteilt. Schon vor Jahren endete im Staatsauftrag das Leben von Journalisten in Moskau. Im Fall Nawalnij wurde auf Lagerhaft entschieden, weil Nawalnij sich von einem Giftanschlag in Deutschland behandeln ließ, deswegen gegen eine vorher erlassene Meldepflicht verstoßen habe. Mehrere Eigentümer großer Unternehmen starben aus nicht nachvollziehbaren Gründen.

In Moskau ist offenkundig eingefahrene Sitte, Mitbürger im Auftrag der Exekutive exekutieren zu lassen, wenn die “unangenehm” auffielen. Zu behaupten, dass WW Putin seit 2000 die zahlreichen Exekutionen angeordnet hat, ist - da hier Belege dafür nicht vorliegen - absolut unzulässig.

Tatsache aber ist auch, dass seitens der von WW Putin geführten Regierung keinerlei Verurteilung solcher Tötungen oder Maßnahmen zum Schutz gefährdeter Personen bekannt wurden. Diese Unterlassung wirkt als ob WW Putin, der aus viele geringerem Anlass die Keule der Empörung schwungvoll betätigt, diese Tötungen (Morde?) billigt.

Der Lüge & der Falschbehauptung wurde WW Putin seit dem 24.02.22 mehrfach überführt. Die unverschämteste lautet, “wir, die Russiche Föderation, verteidigen uns vor der Ukraine und dem Westen” Hat das Militär der Russischen Föderation auf Veranlassung eines Heiligen Geistes oder auf Veranlassung von WW Putin die Ukraine überfallen und seit dem - ohne Verurteilung oder veranlassen von Untersuchungen etwa durch die in der Regierung zuständigen Personen - zahllose Kriegsverbrechen begangen.

Wenn die Bürger Russland der Regierung von WW Putin nicht das Recht entziehen, das Land mit 140 M Einwohnern u führen, sind deren Ausländer machtlos. Aber etwa der Westen hat die Pflicht, der Regierung der bedrängten Ukraine beizustehen. Das ist wichtiger als der Regierung in Moskau, die Mordverdacht gegen sie nicht ausräumt, internationale Machtgelüste zu erfüllen.
 

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